Das erste was über Bord geht ist der Törnplan
Wer zu uns an Bord kommt, merkt meist ziemlich schnell: Der schön ausgearbeitete Törnplan für den Meilentörn hat ein kurzes Leben.
Nicht weil wir unvorbereitet wären – im Gegenteil. Wetterkarten werden immer sorgfältig studiert, Routen überlegt und Alternativen im Kopf durchgespielt. Aber Segeln im Mittelmeer folgt erfahrungsgemäss eigenen Regeln. Wind und Wetter entscheiden am Ende immer mit.
Darum sagen wir gern:
Das Erste, was über Bord geht, ist der Törnplan.
Segeln statt nur dabei sein
Ein Meilentörn ist bei uns kein Urlaubstörn, bei dem man einfach an Deck sitzt. Wer mitsegelt, wird Teil der Crew. Navigieren, Segel setzen, trimmen, steuern oder Nachtwache übernehmen. Alles gehört dazu.
Ganz nebenbei wächst bei uns deine Segelpraxis. Viele kommen zu uns aufs Schiff, um Seemeilen zu sammeln oder sich auf einen Hochseeschein vorzubereiten. Doch das eigentliche Lernen passiert nicht im Lehrbuch, sondern während unseres Alltags an Bord.
Man beginnt zu verstehen, wie Wind, Boot und Crew zusammenarbeiten. Genau das ist echtes Rüstzeug für gute Seemannschaft.
Gemeinsam unterwegs im Mittelmeer – Bordleben
Zum Segeln gehört mehr als nur das Steuern eines Kurses.
So ein Törn funktioniert nur, wenn alle mithelfen.
Morgens wird zuerst gemeinsam klar Schiff gemacht, Leinen werden ordentlich verstaut und das Deck vorbereitet. Später wird zusammen gekocht, oft einfach, manchmal überraschend gut – denn nach einem langen Schlag schmeckt selbst ein schlichtes Essen wie ein Festmahl.
Dieses gemeinsame Bordleben schafft schnell Vertrauen. Jeder übernimmt ein Stück Verantwortung, jeder trägt seinen Teil bei. Und genau daraus entsteht das, was viele später als das Schönste am Törn beschreiben: echtes Crewgefühl.
Seemannschaft lernt man unterwegs
Gute Seemannschaft besteht nicht aus grossen Worten, sondern aus vielen kleinen Handgriffen: eine sauber belegte Leine, ein aufgeräumtes Cockpit oder der richtige Blick aufs Wetter.
Auf einem Ausbildungstörn im Mittelmeer ergibt sich das fast automatisch. Hier lernen wir, Entscheidungen zu verstehen, Situationen einzuschätzen und ruhig zu bleiben, wenn sich Bedingungen ändern.
Das sind Erfahrungen, die weit über die gesammelten Seemeilen hinausgehen.
Unterwegs rund um die Balearen
Mallorca mit einem Abstecher nach Cabrera, Ibiza oder Formentera sind für uns weniger feste Ziele als Teil eines lebendigen Segelreviers. Mal bringt uns der Wind auf lange Schläge zwischen den Inseln, mal bleiben wir länger vor Anker, weil Ort und Moment einfach stimmen.
Gerade die Mischung aus Ausbildung und Segeln macht einen Meilentörn im Mittelmeer so besonders: echtes Segeln, abwechslungsreiche Bedingungen und immer wieder neue Eindrücke.
Spätestens hier merkt man dass Navigation am besten verstanden wird, wenn Theorie und Praxis zusammen kommen – und genau darauf baut auch unsere Hochseeausbildung auf.
Warum viele Wiederkommen
Am Ende einer lehrreichen Segelwoche stehen zwar die Seemeilen im Logbuch.
Aber was bleibt, sind erfahrungsgemäss andere Erinnerungen:
Gemeinsam Abende im Hafen.
Miteinander kochen, essen und lachen in einer ruhigen Bucht.
Landgänge die fast immer mit abenteuerlichen Dingi Geschichten verbunden sind.
Funkelnde Sterne in einer klaren Nacht.
Der malerische Sonnenaufgang nach einer Nachtfahrt.
Das ruhige Gefühl, Teil einer funktionierenden Crew zu sein.
Vielleicht ist das der Grund, warum viele sagen:
Ein Meilentörn endet nicht im Hafen – sondern beginnt dort erst richtig.
Und irgendwann zu Hause merkt man, dass man sich einen ziemlich hartnäckigen Segelvirus eingefangen hat.
Schiff Ahoi
Euer Felix, Skipper aus Leidenschaft
& Elvira – Schönwetterseglerin mit Sinn für die schönen Momente auf See




